Restkultur-Projekt des Monats [Januar 2015]: »Widerstand ist zweckmäßig«

RSTKLTR_Projekt_desMonats_II Restkultur-Projekt des Monats 
Zahlreiche Engagierte haben den mühsamen Kampf gegen die Wegwerfgesellschaft aufgenommen oder befassen sich ganz einfach mit dem »Rest«. Wir haben uns für den Zeitraum von 15 Monaten regelmäßig auf die Suche nach ihnen begeben. Auf welche Schwierigkeiten stoßen die Initiatoren, welche Erfolge können erzielt werden und welche Erfahrungen machen sie dabei? Einen Monat lang haben wir Antworten und Konzepte entsprechender Akteure für sich sprechen und als »Restkultur-Projekt des Monats« in den Vordergrund treten lassen.
Alle bisherigen Restkultur-Projekte des Monats im Überblick:

 #5 | Restkultur-Projekt des Monats, Januar 2015:  

»widerstandistzweckmaessig«

Betreiber/in: Maria Glatz (49) aus Gratkorn/Österreich
Typ: Blog widerstandistzweckmaessig.wordpress.com
Seit: Januar 2014
Schwerpunkt(e): Müll reduzieren, Plastik vermeiden, Konsumkritisches, DIY, Umweltschutz, Minimalismus
Selbstbeschreibung: 
Die Umwelt ist mir immer schon sehr am Herzen gelegen. Seitdem ich denken kann, ist es mir wichtig, so wenig Müll wie möglich zu verursachen und meine Umwelt so wenig wie nötig zu belasten. Im Jahr 2013 wurde ich durch mehrere Bücher, Filme und Dokumentationen dazu angeregt, über mein Verhalten noch mehr nachzudenken bzw. dieses zu verändern. Inspiriert durch die Bücher und Selbstexperimente wie „ohne Plastik zu leben“ habe ich begonnen, mein Einkaufs- und Konsumverhalten zu verändern. Anfängliche Schwierigkeiten haben mich nicht entmutigt, sondern im Gegenteil herausgefordert, Lösungen zu finden und Neues auszuprobieren.Anfang Januar 2014 verspürte ich den Wunsch, mich mit anderen über meine Erfahrungen auszutauschen und ihnen die Wege zu zeigen, die ich gefunden habe. Meinen Abfall konnte ich mittlerweile so weit reduzieren, dass fast nichts mehr anfällt (mull-reduzieren-im-haushalt). Gelungen ist mir das, indem ich Vieles im Haushalt selber herstelle, Brot und Kuchen backe, Marmelade und Fruchtmus einkoche, Säfte und Sirupe selber mache und einiges mehr. Aber auch die Umstellung auf eine plastikfreie Küche hat dazu beigetragen, weil ich keine Wegwerfprodukte mehr verwende. Darüber hinaus ist mir der achtsame Umgang beim Thema „Bekleidung“ sehr wichtig. Ich repariere nicht nur Kleidungsstücke für mich und andere Menschen, sondern nähe oft auch etwas Neues daraus. Man nennt das Upcycling und es macht mir wirklich großen Spaß. Um das zu erreichen, was mir wichtig ist, wurde in den letzten eineinhalb Jahren meine kreative Seite sehr gefordert. Aber genau das bereitet mir so viel Freude.Über meinen Blog habe ich viele interessante und anregende Bekanntschaften geschlossen, gegenseitig konnten wir uns inspirieren und Lösungen finden, wo auf den ersten Blick keine waren. Aber auch im realen Leben hat sich viel verändert. Seitdem ich den Abfallraum eines Lebensmittelgeschäftes gesehen habe, ist mir das Thema „Lebensmittelverschwendung“ noch wichtiger geworden. Nach anfänglichem Mülltauchen (Dumpstern) habe ich den Kontakt zu Foodsharing gesucht und bin seit einigen Monaten Lebensmittelretterin. Rund vier Mal pro Woche hole ich Lebensmittel ab, die sonst im Müll landen würden und verteile sie an andere Menschen (aktiv-gegen-lebensmittelverschwendung).
RSTKLTR_Widerstandistzweckmaessig#2
Zeigt, was geht: Marias Widerstand

Wir bedanken uns bei Maria für die Teilnahme!

Du hast selber ein interessantes Projekt oder kennst eine interessante Seite? Dann lass uns das einfach unter Mitmachen wissen! 

©Text/Fotos: Maria Glatz

Der Rest – in anderen Medien

29.03.19

»iFixit: AirPods 2 bleiben "Wegwerfartikel"«

»In Hinblick auf Reparierbarkeit hat sich bei Apples kabellosen Ohrhörern nichts verbessert, beklagt iFixit.«

23.03.19

»Benzin aus Plastikbechern«

»Aus Müll wie Trinkbechern wollen Austrian Airlines und eine österreichische Mineralölgesellschaft Rohöl gewinnen.«

21.02.19

Recycling-Medaillen

Über die japanische Initiave, aus Handys Edelmetalle für die Medaillen der Olympischen Spiele 2020 zu gewinen, spricht die »Kinderzeit«.

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