One Third | April 14: „Salat“

@Klaus Pichler

One third*

Davon, dass Reste einen sehr besonderen eigenen Reiz haben, sind wir von Magazin für Restkultur ja ohnehin überzeugt. Wie anmutig sich aber selbst verrottete Lebensmittel in Szene setzen lassen, stellt der österreichische Fotograf Klaus Pichler mit seiner Bilderreihe One Third unter Beweis. Dem Künstler geht es jedoch nicht alleine um die ästhetische – oder je nach Standpunkt – auch irritierende Wirkung der verdorbenen Obst-, Gemüse- oder Fleisch,- Fisch- und Geflügel-„Models“. Der Name seiner Serie gibt vielmehr auch Aufschluss darüber, wie hoch der Anteil der Lebensmittel ist, die pro Jahr weltweit schon während der Ernte und Haltung, im Handel oder durch den Endverbraucher zu Resten werden. Und dies trotz oder gerade wegen der zum Teil irrsinnigen Transportwege, die sie zurückgelegt haben. Wir lassen daher ein Jahr lang nicht nur einmal monatlich seine Restaufnahmen, sondern auch die Zahlen für sich sprechen**.

Im April | 14:
Salat
Produktionsort: El Ejido (Almeria, Spanien)
Transportdistanz: 2.686 km (LKW)
CO2-Fußabdruck: 0,66 Kg je 1 Kg
Wasserverbrauch (Produktion und Transport): 389 Liter pro Kg
Verbraucherpreis: 2,49 Euro je Kg

* Laut Berechnungen der Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) aus dem Jahr 2011 landet ein Drittel der gesamten weltweiten Lebensmittelproduktion in den Müll.

** Alle Angaben beruhen auf den von Klaus Pichler veröffentlichten Daten und beziehen sich auf die durchschnittliche Distanz zwischen dem Aufnahmeort und dem Anbau-/Aufzuchtgebiet.

© Wir danken Klaus Pichler für die Leihgabe seiner Aufnahmen für Magazin für Restkultur

 

 

 

Der Rest – in anderen Medien

24.06.23

Lebensmittel

Groß-Gerau (Hessen): Mit ihrem Verein „Essen für Alle“ sammelt Sylvia Schneider aussortierte Lebensmittel und verteilt sie an Menschen

08.11.21

»TAUSENDE TONNEN CORONA-MÜLL LANDEN IM MEER«

»Forscher haben berechnet, dass allein bis August 2021 8,4 Millionen Tonnen pandemiebedingter Plastikmüll angefallen sind. (...)«

21.01.20

»Schöner Wohnen mit Schrott«

»Ob Fußboden, Raumteiler, Stuhl oder Ziegel – immer mehr Designer tüfteln an neuen Werkstoffen aus Abfall. Selbst Urin wird zur Ressource. (…)«

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.