Fünf Fragen an … Talley Hoban:
»Warten und beten ist keine Lösung.«

mgzn-rstkltr: Was ist der für Dich wichtigste Faktor, der zu einem Wandel in der Gesellschaft, im Denken der Menschen oder in der Verwertungskette einsetzen müsste?
Es sollte jedem bewußt sein, dass das vorrangige Interesse der Wirtschaft es meiner Meinung nach nicht ist, Menschen glücklich und gesund zu machen. Wären die Menschen glücklich, würde die Wirtschaft nicht wachsen. Denn glückliche Menschen kaufen nicht oder wenig. Wir rutschen in einen Teufelskreis, der es uns nicht ermöglicht, Kraft aufzubringen, soziale Kontakte aufzubauen, zu pflegen und geldlos sich untereinander zu unterstützen. Der Kapitalismus schadet dem Planeten in ungezügelter Weise und lässt Hoffnung und Gemeinschaftsgefühl weiter schwinden. Der bezuschusste Konkurrenzkampf macht uns egoistisch, weil wir uns selber enttäuscht fühlen und der vorgelebte Wettkampf (auch in privaten menschlichen Beziehungen) uns antreibt unsere Ideale und guten Überzeugungen über Bord zu werfen. Es kann nicht mehr jeder sein eigenes Süppchen kochen und mit niemanden teilen wollen. Materielle Werte nehmen zunehmend ab und der Wunsch mit seiner Zeit sinnvolles zu tun nimmt zu, besonders unter Studenten. Andere Menschen werden das auch erkennen und endlich den Mut aufbringen, die Lösungen die sie bereits erkannt haben auch umsetzen. Wer seine Routine und Gewohnheiten aus Angst nicht ablegt und nicht neue Pfade ausprobiert und sein Leben lebenswerter macht, wird sich mit der Zeit immer schlechter fühlen. Zuviel Vornehmen kann zur Frustration führen, doch es kann nicht funktionieren eine bessere Welt zu schaffen, wenn man darauf wartet, dass Menschen in seinem Umfeld oder ganz woanders damit anfangen. Warten und Beten ist keine Lösung.

Talley Hoban bei einer Schippelparty in XXX
Talley Hoban bei einer Schnippelparty
©Foto: Karsten Rohrbach mit freundlicher Genehmigung Tolley Hoban

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