Fünf Fragen an … Talley Hoban:
»Warten und beten ist keine Lösung.«

mgzn-rstkltr: Wieviele Schnippelpartys veranstaltest Du im Jahr und wie viele Lebensmittel habt ihr seit Deiner ersten Schnippelparty so vor der Vernichtung bewahrt?
Seit 2007 veranstalte ich in meiner Wohnküche und meinem Schrebergarten Schnippelparties. Dort kann ich zudem auch Lust für einen eigenen Garten entfachen – und wenn es nur gepachtet ist. Desweiteren kann ich andere inspirieren, weniger Geld beim Ausgehen auszugeben und mehr gemeinsam im privaten und auch im öffentlichem Raum zu gestalten – mit nicht mehr Hilfsmittel als dem guten Willen und natürlichen Zutaten. Erst 2013 fand ich den Mut und die Möglichkeit, diese Gedanken auch in die Öffentlichkeit zu tragen, um mehr Lebensmittel zu retten sowie guten Spirit und Inspiration keimen zu lassen. Davor hatte ich über mein Konzept der „Schnippeldisko“ (Die Idee entstand in meiner Wohnküche im Jahr 2008) auch mit Diskobetreibern gesprochen, die sich das natürlich in ihren kühnsten Träumen nicht haben vorstellen können, wie man in einer Disko eine Horde von Menschen mit Küchenmessern frei rum laufen lassen kann. Schließlich habe ich im Herbst 2011 mit der Organisation „Slow Food“ telefoniert und mein Konzept vorgestellt. Und sie haben es kurzer Hand einige Monate in Berlin das erste Mal bei einer großen Demo („Wir haben es satt“) als Auftaktveranstaltung umgesetzt. Mittlerweile konnten als „Disco Soup'“ viele Tonnen Lebensmittel verwertet werden. Wie viele Lebensmittel ich selber durch die „Back to the Roots – Schnippelparty“ gerettet habe, kann ich nicht gut schätzen. Sehr viele Auto-, Container- und Kühlschrankladungen kamen dabei zusammen – und in viele zufriedene Bäuche. Dabei war es mir immer besonders wichtig, das mit einem inspirierenden guten Gefühl zu verbinden, mit dem die Menschen mit einer guten Erfahrung Nachhause gegangen sind. Das ermutigt dazu, mit der Zeit mehr Gutes zu tun.

Der Rest – in anderen Medien

21.01.20

»Schöner Wohnen mit Schrott«

»Ob Fußboden, Raumteiler, Stuhl oder Ziegel – immer mehr Designer tüfteln an neuen Werkstoffen aus Abfall. Selbst Urin wird zur Ressource. (…)«

07.01.20

»Leichensuche in der Mülldeponie«

»Seit Oktober wird die Frankfurterin Iryna U. vermisst. Nun ist die Polizei sicher, dass sie getötet wurde und sucht in einer hessischen Mülldeponie.«

29.03.19

»iFixit: AirPods 2 bleiben "Wegwerfartikel"«

»In Hinblick auf Reparierbarkeit hat sich bei Apples kabellosen Ohrhörern nichts verbessert, beklagt iFixit.«

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