Restkultur-Projekt des Monats [November 2014]: »Bea Johnson (Zero Waste)«

Der Müll der Familie Johnson aus dem Jahr 2013 ©Bea Johnson
RSTKLTR_SPEZIAL

Einmal im Jahr lenkt die Europäische Kommission in einer Schwerpunktwoche die Aufmerksamkeit auf Abfallvermeidung und Müllreduzierung. Zahlreiche Initiativen, die wir in jüngerer Zeit auf Magazin für Restkultur vorgestellt haben, zeugen aber auch davon, dass ein bewusster Umgang mit Ressourcen vielschichtig und ganzjährig gedacht werden kann. Zur europäischen Woche zur Abfallvermeidung vom 22. bis 30. November 2014 stellen wir daher ausgewählte Magazin für Restkultur-Beiträge vor, die besondere Restvermeidungs- und -minimierungsstrategien aufzeigen. Alle Beiträge: Spezial europäische Woche zur Abfallvermeidung.

Europäische Woche zur Abfallvermeidung
Die Europäische Woche zur Abfallvermeidung (EWAV) fand zum ersten Mal im Jahr 2009 statt und hat zum Ziel, „eine breite Öffentlichkeit für das Thema des nachhaltigen Ressourcen- und Abfallmanagements zu sensibilisieren.“ Der diesjährige Themenschwerpunkt dreht sich um Lebensmittelverschwendung. Weitere Informationen, zahlreiche Tipps sowie einen Überblick über die unterschiedlichen Aktionen unter: ewwr.eu. Eine Vielzahl weiterer Aktivitäten ist auf der Website des VKU (Verband kommunaler Unternehmen) zu finden, der die deutschen Veranstaltungen rund um die EWAV koordiniert: vku.de. Die Kampagne ist eine Kooperation von ACR+, ARC, IBGE, AICA, OHÜ* und wird mit den Mitteln des LIFE Programm der Europäischen Kommission unterstützt.

* ACR+: Association of Cities and Regions for Recycling and sustainable Resource management acrplus.org / ARC: Agència de Residus de Catalunya (Spanien/Katalonien) residus.gencat.cat / IBGE: Waste Management Agency for the Brussels Region (Belgien) ibgebim.be / AICA: Associazione internazionale communicazione (Italien) ambienteinrete.it / National Waste Management Agency Hungary (Ungarn) szelektivinfo.hu 

#1 | Den Auftakt zu unserer Serie macht die Aktivistin Bea Johnson, die mit ihrer Zero Waste-Bewegung eine radikale Abkehr von Müllerzeugung jeder Art wagt. Zugleich ist dies auch unser »Restkulturprojekt« des Monats.
RSTKLTR_Projekt_desMonats_II Restkultur-Projekt des Monats 
Zahlreiche Engagierte haben den mühsamen Kampf gegen die Wegwerfgesellschaft aufgenommen oder befassen sich ganz einfach mit dem »Rest«. Wir haben uns für den Zeitraum von 15 Monaten regelmäßig auf die Suche nach ihnen begeben. Auf welche Schwierigkeiten stoßen die Initiatoren, welche Erfolge können erzielt werden und welche Erfahrungen machen sie dabei? Einen Monat lang haben wir Antworten und Konzepte entsprechender Akteure für sich sprechen und als »Restkultur-Projekt des Monats« in den Vordergrund treten lassen.
Alle bisherigen Restkultur-Projekte des Monats im Überblick:

 #3 | Restkultur-Projekt des Monats, November 2014:  

»zerowastehome.blogspot.de«

BetreiberIn/operator: Bea Johnson, Frankreich/France
Typ/kind: Blog [ZeroWasteHome.com]
Seit/since: 2008
Schwerpunkt/focus: Plastik- und Müllvermeidung/waste reduction

Selbstbeschreibung/selfdescription: 
2008 haben sich meine Familie und ich zum Null Müll-Leben entschlossen. Mit meinem Blog ZeroWasteHome.com und dem Buch Zero Waste Home habe ich eine weltweit wachsende Community zu einem Lebensstil inspiriert, bei dem die Vermeidung überflüssiger Abfälle im Vordergrund steht. Und das geht ganz einfach mit dem 5-R-System: Refuse, Reduce, Reuse, Recycle, Rot. So zerschlage ich den Irrglauben darüber, dass Null-Müll nur stylisch ist, sondern beweise außerdem auch, dass es der Gesundheit förderlich ist und dazu beiträgt, Geld zu sparen. Das hat mir bei den Green Awards den ersten Preis und zahlreiche Vorträge an Universitäten und bei Unternehmensveranstaltungen gebracht. Aber auch an Schulen und in den Medien bin ich immer wieder präsent – die New York Times hat mir sogar den Titel Priesterin des müllfreien Lebensstils gegeben und ich war auch schon in einigen Fernsehshows. Ursprünglich stamme ich aus Frankreich, lebe aber derzeit in Mill Valley (Kalifornien). Durch meine positive Einstellung bin ich wohl so etwas wie eine Sprecherin der Zero Waste-Bewegung geworden. Einfach und müllfrei zu leben, bietet unendliche Vorteile – bist Du bereit dazu?Since 2008, my family and I are dedicated to living a zero waste lifestyle; we generate a mere quart size jar of waste per year. I wish to inspire a growing international community through my blog ZeroWasteHome.com and my book Zero Waste Home to live simply and take a stance against needless waste with the application of the five R’s: Refuse, Reduce, Reuse, Recycle, Rot. My aim is to fight misconceptions, proving that zero waste cannot only be “stylish” but also lead to significant health benefits and time and money savings. After winning the grand prize at The Green Awards, I have spoken at universities and corporate events and have often opened my home to educational tours and the media in the past. The New York times even gave me the title “The Priestess of Waste-Free Living” and I have appeared on TV shows and in publications around the world. I am originally from France, currently living in Mill Valley, California. I’m glad that I have become something as spokesperson for the zero waste lifestyle due to my passion and positive outlook. Living simply and waste-free offer countless advantages. Are you ready for it? 
RSTKLTR_ZeroWaste_

Übersichtlich: Der Müll der Familie Johnson aus dem Jahr 2013
Clearly arranged: Family Johnsons rubbish from the year 2013

Wir bedanken uns bei Bea Johnson für die Teilnahme!/
Thanks to Bea Johnson for taking part! 

Du hast selber ein interessantes Projekt oder kennst eine interessante Seite? Dann lass uns das einfach unter Mitmachen wissen! 

©Text/Foto: Bea Johnson

TIPP #1 – das kannst Du tun: Auf Plastiktüten verzichten
Noch ist es zwar nicht soweit, doch bis die Europäische Union eine Reduktion des pro Kopf-Verbrauchs durchsetzt, kannst Du schon heute darauf verzichten, beim Einkaufen Plastiktüten mitzunehmen. Übrigens: Solltest Du Deinen Stoff-Einkaufsbeutel vergessen haben, ist es in Supermärkten in der Regel problemlos möglich, leere Kartons für den Transport Deiner Einkäufe mitzunehmen.

Der Rest – in anderen Medien

23.03.19

»Benzin aus Plastikbechern«

»Aus Müll wie Trinkbechern wollen Austrian Airlines und eine österreichische Mineralölgesellschaft Rohöl gewinnen.«

21.02.19

Recycling-Medaillen

Über die japanische Initiave, aus Handys Edelmetalle für die Medaillen der Olympischen Spiele 2020 zu gewinen, spricht die »Kinderzeit«.

13.02.19

Tabakreste im Müll ...

... lösen tödlichen Brand aus, bei dem fünf Menschen in Lambecht (Pfalz) umkommen.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Ich stimme zu



Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.