Die zehn besten Vorschläge gegen Lebensmittelverschwendung

Mitmachaktion abgeschlossen

Viel Glück – wünscht Valentin Thurn
Valentin_Thurn_smallDas Schöne am Essensretten ist doch: Jeder kann mitmachen! Zuhause, alleine oder noch besser mit anderen. Die Magazin für Restkultur-Leser haben dabei große Kreativität gezeigt; die Tipps geben Lust, selbst auch einmal mitzumachen. Und ich finde: Alle eingegangenen Ideen, die zeigen, wie es gelingt, dass Lebensmittel nicht zu Resten werden, sind gut! Am besten gefällt mir aber der Vorschlag, dass wir nicht mehr von Resten reden sollten, sondern von „Möglichkeiten zum Kochen oder Backen.“ Jetzt heißt es allerdings, den besten vier Teilnehmern zum Sieg zu verhelfen! Allen, die mitgemacht haben, vielen Dank – und den Gewinnern schon jetzt herzlichen Glückwunsch! Valentin Thurn, Filmemacher und Autor, Regisseur Taste the Waste
„Du verschwendest keine Lebensmittel? Wir wollten bis zum 20. März 2014 wissen, wie!“ Unter den zahlreichen Vorschlägen, die eingegangen sind, haben das Team von Magazin für Restkultur und Valentin Thurn die zehn „besten“ ausgewählt, von denen sich viele ganz einfach in den Alltag integrieren lassen.
RSTKLTR_Aktion_2_150Unserer Einladung, bis zum 10. Mai die vier besten Vorschläge gegen Lebensmittelverschwendung auszuwählen, sind 247 Teilnehmer (!) gefolgt. Ihre insgesamt 582 Stimmen haben Annika (87), Rebecca (71), Natalie (68) sowie Mike (64) zum Gewinn eines Buches/einer DVD verholfen.

Herzlichen Dank!

Sagen wir allen, die sich beteiligt, uns geliked und zum bekannt werden der Aktion beigetragen haben! Obwohl es ja wohlgemerkt gar keine schlechten Vorschläge geben kann, wenn es darum geht, im Grunde einfache Gedanken dazu zu fassen, wie Lebensmittel nicht zu Resten werden!
Weiter mitmachen: Wir freuen uns außerdem, wenn wir auch in Zukunft viele weitere Ideen zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung erhalten. Eine Auswahl der bisher eingegangenen Vorschläge und ein Mitmachformular sind hier zu finden: So werden Lebensmittel nicht zu Resten! 

Und: Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner sowie vielen Dank an alle, die Vorschläge eingereicht haben!

Abstimmungsergebnisse
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Und das sind die Originaleinsendungen:
 
(A) von Malven und Christina
Es kommen immer ganz viele nette Leute zu uns nach Hause, die ganz viele Lebensmittel mitnehmen, manche davon kenne ich schon. Ansonsten kocht mir meine liebe Mama immer Brei aus dem nicht mehr so gut aussehenden Obst und Gemüse. Wenn ich so groß bin wie meine Mama, mach ich auch bei Lebensmittelretten.de mit und verteile ganz ganz viel.

(B) Gabriele:
 Das fängt bei mir schon beim Kochen an. Wenn ich zum Beispiel einen Apfelstrudel mache, schäle ich die Äpfel nicht und aus den Kernen mache ich eine Kette. Mit dem Kaffeesatz dünge ich meine Blumen. Die Rinde des Parmesans koche ich in der Gemüsesuppe, das gibt einen feinen Geschmack. Eierschalen zerkleinere ich im „Thermox“ und gebe sie, wenn ich einen Kuchen backe, dazu. Aus altem Weißbrot mache ich Semmelbrösel oder gebe es in die faschierten Laibchen. Wenn das Marmeladeglas leer ist, gieße ich Milch hinein und mache noch einen Milchshake daraus. Den Fisch in Salzkruste mache ich mit Hamsterstreu etc. 

(C) von Helen:
 Sonntags wird ein Essensplan für die kommende Woche erstellt. Hierbei achten wir auf die Anwesenheit der einzelnen Familienmitglieder (Sport, Schule, Dienstreisen etc.) und darauf, was an Lebensmittel vorhanden ist. Der Rest wird entsprechend eingekauft. Bei unserem Essensplan werden auch Reste eingeplant, die man ohne viel Aufwand zu einem weiteren Essen verwerten kann. Das ist besonders gut, wenn wenig Zeit zum Kochen ist. Lebensmittel werden bei uns sehr, sehr, sehr, sehr selten weggeworfen. Sollte wirklich noch etwas übrig sein und es ist zu wenig davon da, dann wird einfach etwas ergänzt, so dass es wieder eine komplette Mahlzeit wird. Eingekauft wird Anfang der Woche mit dem Einkaufszettel. Die Kinder wurden bei uns schon sehr früh in die Planung einbezogen und jeder war einmal in der Woche für das Kochen verantwortlich (am Anfang natürlich mit Unterstützung). Heute, als Erwachsene, sind sie froh darüber. Sie können kochen, kennen sich mit Lebensmitteln aus und können Reste verwerten.

(D) von Ben:
 Ich kläre Freunde und Bekannte auf und zeige ihnen, welche Ausmaße die Lebensmittelverschwendung allein in Deutschland hat. Hierfür zeige ich ihnen die vollen Müllcontainer der Supermärkte und gebe ihnen Tipps, wie man beim Kauf von Obst und Gemüse, welches nicht mehr das schönste ist, durch Handeln auch in Supermärkten günstig einkaufen kann. Ich habe eine Seminararbeit zum Thema „Nachhaltiger Umgang mit Lebensmitteln in meiner Stadt“ verfasst und habe hierfür mit einigen Betrieben kooperiert. Ich bin dabei als Schülersprecher dieses Thema in meiner Schule publik zu machen und arbeite mit den anderen Schülersprechern daran Taten walten zu lassen. Das Wichtigste aber ist, dass ich meine eigene Denkweise und meine eigene Lebensart umgestellt habe. Ich kaufe mit Weitblick ein und verwende „Reste“ oder, wie ich sie nenne „Möglichkeiten“ zum Kochen oder Backen. Dafür gibt es verschiedene Rezepte. Und wenn ich anderen von meinen Erfolgen und meiner einhergehenden Zufriedenheit berichte, bewirkt das um einiges mehr, als sie zu ermahnen und auf ihr Wegwerfverhalten hinzuweisen. Ich versuche, meist erfolgreich, den Spaß an Nachhaltigkeit zu vermitteln! Denn was Spaß macht, wird besser verinnerlicht und umgesetzt! 😉

(E) von Anett:
 Ich gehe zu 90% mit einem Einkaufszettel in den Laden, um mir meine Lebensmittel zu kaufen. Ich achte in meinem Vorratsschrank darauf, dass ich regelmäßig die Daten kontrolliere und wenn es dem Ablaufzeitpunkt nahe kommt, koche ich speziell mit dieser Zutat. Gemüse was an frische verlieren könnte, wird geputzt und eingefroren Seit neustem versuche ich mich im Lebensmitteltausch und im Retten stark zu machen, um so mein Zeichen setzen zu können.

(F) von Dannika:
 In meiner Heimatstadt habe ich eine Gruppe gegründet, in der Lebensmittel, die für einen selbst zu viel sind, mit anderen aus der Heimatstadt geteilt werden können. Da ich nebenher auch in der Gastronomie arbeite, kann ich, wenn dort etwas übrig bleiben sollte – was zum Glück nicht oft der Fall ist – diese Lebensmittel ebenso in die Gruppe stellen und mit anderen teilen. So wollen wir versuchen, die Lebensmittelverschwendung etwas geringer zu halten. Ebenso habe ich mir fest vorgenommen, in unserem Supermarkt jeweils das Obst und Gemüse zu kaufen, welches der Supermarkt „aussortiert“. 

(G) von Anette:
 Alte Zeitschriften und Kochbücher beinhalten oftmals ganz andere Rezepte als heute, da wegwerfen von Lebensmitteln damals überhaupt nicht infrage kam. Auf Flohmärkten und in Antiquariaten findet man immer wieder Kochbücher oder auch Frauenzeitschriften aus den 40er-60er Jahren, die unheimlich viele Ideen bereit halten: Zum einen viele Reste-Rezepte, aber auch, was man aus scheinbar wertlosen Abfällen noch alles machen kann.

(H) von Natalie:
Ich mache Brotaufstrich aus den Resten vom Mittagessen, indem ich es ganz fein püriere, etwas Tomatenmark und Salz dazugebe und in kleine Gläschen fülle. Wenn es sehr viel wird, friere ich die Gläschen ein. Ansonsten verschenke ich auch manches an Nachbarn.

(I) von Rebecca:
Ich wohne in einem Mehrparteien-Haus, in dem es noch einen sehr guten Zusammenhalt gibt. Wenn meine Nachbarn zu viel eingekauft haben oder ich (mal wieder) zu viel gekocht habe, so wandern dann regelmäßig Töpfe und Schüsseln mit Kartoffelsalat o.ä. durchs Haus. Wir teilen uns auch oft die Einkäufe: So bekomme ich dann vom Sack Möhren eine Handvoll oder vom Sellerie ein Stück (mehr brauche ich als Singlehaushalt oft nicht). Letztens haben wir mitbekommen, wie Rotkohl und Weißkohl bei einem Großmarkt weg geworfen werden sollte (welke Blätter, ein paar braune Stellen). Meine Nachbarin Ute hat dann so viele Köpfe mitgenommen, wie sie konnte und hat sie dann bei uns im Haus verteilt. Der Rotkohl wurde eingekocht und aus dem Weißkohl habe ich einen Salat gemacht. Grundsätzlich versuche ich, einfach Lebensmittel zu verarbeiten. Ich schäle und Putze mein Gemüse immer auf einmal und schneide es schon in Stifte, Scheiben u.ä. das Ganze friere ich dann ein und habe dann immer gerade die richtige Portion für meine Gerichte. Aus dem Putz-„Abfall“ koche ich immer eine Gemüsebrühe. Auch überreifes Obst wird verarbeitet, oft wissen die Leute nicht, dass man z. B. auch Bananen einfrieren kann. Kann ich etwas nicht zeitnah verarbeiten, versuche ich das Ganze haltbar zu machen. Durch Einfrieren oder Einkochen. Schade, dass viele nicht mehr wissen, wie das geht.

(J) von Mike:
Ich containere regelmäßig 3 x die Woche, mache Foodsharing und hole Lebensmittel im Bioladen ab. Ich verwerte alle geretteten Lebensmittel. Was ich zuviel habe, verteile ich über Fairteller und Foodsharing weiter, bzw. privat. Beim Kochen achte ich darauf, alles zu verwenden. Es landen nur wenige Abfälle in der Bio Tonne.

TEILNAHMEBEDINGUNGEN

Teilnahmebedingungen, mit denen sich die Teilnehmer beim Einreichen der Vorschläge einverstanden erklärt haben/während der weiteren Abstimmung erklären:

  • Wir informieren Dich per e-Mail über den Beginn der Votingaktion. Deine E-Mail-Adresse wird selbstverständlich weder an Dritte weitergeben noch für andere Zwecke weiterbenutzt.
  • Das Voting erfolgt anonymisiert
  • Wenn Du zu den Gewinnern gehörst, informieren wir Dich ebenfalls per E-Mail. Schön, wenn Du uns eine Adresse nennen möchtest, an die wir Dein Buch/Deine DVD schicken können. Auch hier gilt: Die Adresse benutzen wir ausschließlich für diesen einen Zweck – Verkauf oder Weitergabe sind ausgeschlossen.
  • Teilen sich mehre Teilnehmer einen der ersten vier Plätze, entscheidet das Los
  • Sind mehrere Teilnehmer an dem gleichen Geschenk interessiert, entscheiden wir ebenfalls per Losverfahren. Im Zweifel nehmen wir per E-Mail kurz Kontakt auf, um zu vermeiden, dass ein Teilnehmer ein Buch/eine DVD erhält, die er bereits besitzt.
  • Alle ersten vier Plätze sind gleichrangig.
  • Für Schäden, die möglicherweise durch Gewinne entstehen, haften wir nicht. Ebenso wenig dafür, wenn durch uns nicht zu vertretbare Gründe (Postauslieferungsprobleme/Postbeschädigungen etc.) die Lieferung nicht/verspätet eintrifft.
  • Auf technische Probleme (Server- oder Seitenausfall etc.) haben wir keinen Einfluss und können daher keine Gewähr übernehmen.
  • Das Magazin für Restkultur übernimmt keine Verantwortung für die von den Teilnehmern gemachten Vorschläge.
  • Wir behalten uns vor, Deinen Vorschlag im Rahmen für Magazin für Restkultur zu veröffentlichen und verwenden dafür den von Dir angegebenen Namen/die Stadt, aus der Du kommst. Weitergehende persönliche Angaben werden nicht veröffentlicht.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen/Änderungen vorbehalten.
 

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