Leuchter aus gebrauchten Energiesparlampen: »Festliches Restleuchten«

Festliches Restleuchten

Als im Jahr 2009 die europaweite Einführung von Energiesparlampen beschlossen und die weit verbreiteten Glühbirnen vom Markt genommen wurden, blieben gleich zwei Probleme unberücksichtigt: 1. Die neuen Leuchtmittel hatten in den Augen vieler Menschen noch lange nicht soviel Sex-Appeal wie die früheren Glühbirnen und 2. gingen (und gehen nach wie vor) eine Vielzahl nicht gelöster Entsorgungsprobleme mit den neuen Energiesparlampen einher – in ihrem Innern schlummert nämlich schädliches Quecksilber. Haben die Lampen ihren Dienst also verrichtet, müssen sie tatsächlich als Sondermüll entsorgt werden. Zwei Designer haben sich dieser Probleme angenommen und sie auf unkonventionelle Art in Form eines Leuchters aus gebrauchten Energiesparlampen gelöst.
 RSTKLTR_Glow-Chandelier
Dem Entsorgungskreislauf entzogen

Für jeweils einen Energiesparlampen-Leuchter mit dem Namen Glow Chandelier kommen knapp 100 gebrauchte Energiesparlampen unterschiedlichster Bauform zum Einsatz, die so dem Entsorgungskreislauf zumindest vorerst entzogen werden und zusätzlich für eine besondere Ornamentik der Leuchter sorgen. Dafür durchkämmt das Team um das Designerpaar aus Hannover auch mal Entsorgungshöfe und andere Abgabestellen. Das Licht in den Leuchtern selbst wird entweder durch UV, einem Halogenstrahler oder aber auch durch Energiesparlampen und einer Kombination aller drei Lichtsysteme erzeugt. Die Lichtwirkung variiert so von strahlend-festlich über zurückhaltend-gediegen bis hin zu mystisch-verwegen.

Energiesparlampen in neuem Licht

Nun sprechen wir beim Glow Chandelier  der Designer Laura Schroeder und Jörg Virchow ausdrücklich nicht von einem dezenten Leuchtkörper, der unbedingt Wohn- und Aufenthaltsräume zieren sollte. Aufgrund seiner Größe von knapp einem halben Meter im Durchmesser eignet er sich eher dafür, großzügig bemessene Cafés, Bars oder aber auch Foyers und Empfangshallen zu erleuchten. Unbestritten formschön ist er aber allemal und taucht die zuweilen ästhetisch selten überzeugenden Energiesparlampen in ein wortwörtlich neues Licht.

In Absprache mit Laura Schröder fordern wir allerdings NICHT dazu auf, gebrauchte Energiesparlampen nach Hannover zu schicken – diese müssen bis auf Weiteres im Sondermüll entsorgt werden oder für weitere inspirierende Ideen herhalten.

ME für magazin-restkultur.de | © Magazin für Restkultur 2014

Foto mit freundlicher Genehmigung Laura Schröder/itektur

itektur.de

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