750.000 ausrangierte Stifte für einen wohltätigen Zweck

©Foto: Michaela Schnarr

 Unterstützung für wohltätigen Zweck gesucht 
Die fünfjährige Aaliyah B. aus dem Saarländischen Quierschied leidet unter einem seltenen Gendefekt. Das seit früher Kindheit bei ihr diagnostizierte Angelman-Syndrom führt »zu einer starken Verzögerung der körperlichen und geistigen Entwicklung und das Ausbleiben von Sprache.« Weil sich Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene, nicht selbst versorgen und Gefahren nicht erkennen könnten, bedürften Betroffene ständiger Betreuung. Eine Aussicht auf Heilung bestehe beim derzeitigen Stand medizinischer Erkenntnisse nicht.* Die Symptome, zu denen auch epileptische Anfälle gehören, können höchstenfalls gelindert werden. Zum Beispiel mit einer Delphintherapie.

Mit einer ungewöhnlichen Aktion versucht Michaela Schnarr aus Düren seit geraumer Zeit auf Aaliyah und ihre Eltern aufmerksam zu machen – und die für eine Delphintherapie erforderlichen 15.000 Euro zu sammeln. Dafür trägt sie ausrangierte Aluminium- und Plastikkugelschreiber zusammen, die dann von einem Berliner Unternehmen, das sich auf das Recycling von Zigarettenstummeln, Aluminiumdosen und Zahnbürsten spezialisiert hat, zu Plastikgießkannen und -tonnen verarbeitet werden. Der für die Therapie erforderlich Stifte-Gegenwert beläuft sich auf knapp 750.000 dieser Schreibhilfen. Um der Aktion zu einem schnelleren Erfolg zu verhelfen, beteiligt sich zusätzlich ein bekannter französischer Kugelschreiber- und Stiftehersteller mit je 2 Cent pro Stift. Zu wünschen bleibt jetzt noch, dass auch das Recyclingunternehmen mit einem freiwilligen Beitrag Aaliyahs Teilnahme an einer Therapie beschleunigen hilft.

Doch bislang sind erst um de 50.000 Stifte zusammengekommen – sammelnde und helfende Hände sind daher dringend erwünscht. Wer sich an der Sammelaktion beteiligen und mehr darüber erfahren möchte, findet unter www.aktion-kinderbus.de oder auch auf facebook.com/aktionkinderbus weitere Informationen. 

ME für magazin-restkultur.de | © Magazin für Restkultur 2016

Der Rest – in anderen Medien

25.06.17

»Kleidung aus Plastikschrott«

Mit obiger (etwas dissonanten) Überschrift fragt Spiegel.de, ob es gut für die Umwelt ist, dass Modekonzerne Kleidung aus Plastikmüll herstellen.

29.05.17

"Selbst beim Talk wird der Restsport erdrückt"

Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel über die Sendung "Hart aber Fair", in der über die "Untiefen des Kommerzfussballs" debattiert wurde.

17.04.17

»Toter Säugling in Kleidersack«

»Die Leiche des Säuglings lag in einem Kleidersack in einem Container. Zwei Mitarbeiter einer Spedition hatten das tote Baby entdeckt.«

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*